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30 Jahre Deutsche Einheit: Klasse 10e erhält Preis bei bundesweitem Wettbewerb

Einer besonderen Herausforderung widmete sich in diesem Schuljahr trotz aller Hindernisse die Klasse 10e. Im Rahmen eines fächerübergreifenden Projekts in den Fächern Geschichte und Sozialkunde nahm die Klasse am Schülerwettbewerb zur politischen Bildung teil, der jährlich von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) ausgerichtet wird.

Aus sechs interessanten Aufgaben hatten die Schüler schnell die richtige für sich auserkoren: Das Thema „30 Jahre Deutsche Einheit – Ist zusammengewachsen, was zusammengehört?“ fand eine große Mehrheit an Fürsprechern – nicht zuletzt, da man die fertigen Ergebnisse hier als Podcast einreichen durfte.

Mit bezauberndem Elan stürzten sich arbeitsteilige Gruppen zunächst auf ein umfangreiches Material, das teils selbst recherchiert und teils von der Lehrkraft bereitgestellt wurde. Sowohl durch konzentrierte Arbeit im Computerraum als auch aufgrund intensiven Engagements zu Hause wuchsen somit binnen kürzester Zeit beachtliche Dossiers heran, die sich mit den Fragen der Chancengleichheit, der Bildung, der wirtschaftlichen Situation, dem politischen Engagement, der Akzeptanz der Demokratie sowie mit konkreten Berührungspunkten in Ost und West auseinandersetzten. Einen Höhepunkt bildete in dieser Phase sicherlich auch das Interview mit einer Zeitzeugin.

Sodann galt es sich mit dem Format des Podcasts an sich näher auseinanderzusetzen: Wie soll unser Beitrag genau aufgebaut sein? Wer übernimmt die Sprecherrollen? Wer kümmert sich um das technische Equipment? Wo bauen wir am besten noch einen Jingle ein? Wie schreiben wir unsere Dossiers am besten zu wirkungsvollen Sprechertexten um? Wie organisieren wir die Aufnahme zeitlich?

All diese Fragen galt es im Vorfeld unserer Produktion zu klären. Nach ein paar kurzen Tests wurde schnell klar: Wir müssen die Texte pointieren, zuspitzen, fachlich und begrifflich schärfen - und vor allem kürzen! Schließlich durfte der Podcast nur sieben Minuten umfassen. Im Anschluss an diese redaktionellen Hürden ging es in die finale Phase. An einem Freitagnachmittag trafen sich die Schüler in ihrem Klassenzimmer und nahmen mithilfe eines professionellen Mikros samt Interface ihren Podcast auf. Zwar mussten wir stets lüften, wodurch uns der Baulärm von der Hauptstraße etwas zu schaffen machte. Aber auch hier erwiesen sich die Schüler als äußerst kreativ: Die Sprecher und das Mikro wurden kurzerhand mithilfe von Decken und Jacken von der störenden Umgebung abgeschirmt. So sieht Teamwork aus! Und was nun noch an Unebenheiten verblieb, war durch souveräne Postproduktion schnell ausgemerzt.

Nach dem Einreichen der Beiträge war allen klar: Egal wie sich die Jury entscheidet – gelernt haben alle sicherlich eine Menge; an einen Preis wollte zu dieser Zeit kaum einer so recht glauben.

Umso ungläubiger waren wir dann auch, als uns am 15. März die Nachricht ereilte, dass wir den 2. Platz belegt hatten – und das unter mehreren hundert Teilnehmern aus dem ganzen Bundesgebiet, Österreich, der Schweiz, Luxemburg und sogar aus Finnland! Gekrönt wurde das Ganze noch durch ein Preisgeld von 1500,- Euro für die Klassenkasse sowie durch eine Ehrung im Rahmen einer Preisverleihung im Deutschen Spielemuseum der Stadt Chemnitz. Leider musste auch diese Veranstaltung online stattfinden, aber die Laudatio des Chemnitzer Oberbürgermeisters konnte uns auch digital überzeugen. Und der Ehre nicht genug: Alle Interessierten konnten unseren Podcast im Spielemuseum noch bis zum 30. Juni im Rahmen einer digitalen Ausstellung bewundern.

Sicher nicht nur, aber auch deshalb konnten die Schüler nur ein Fazit ziehen: Einmischen lohnt sich! Wir sind schon gespannt, was die nächstjährige Aufgabenstellung bereithält.

Sebastian Knoller

Link zur Ausstellung:

https://www.rooom.com/space/f8aedeb3ff4d43bb1b2c75249ec4ce?autostart=1&ui_infos=0

Unser Beitrag ist das zweite Plakat auf der rechten Wandseite.

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