von WebTeam

Herr Steinhäuser verlässt unsere Schule

Zum Halbjahr verlässt Herr Steinhäuser, unser stellvertretender Schulleiter, das Gymnasium Tutzing. Wir vom WebTeam haben ihn zum Abschied interviewt.

  • Was ist der Grund für Ihren Wechsel?
  • Ich verlasse die Schule, weil ich zum zweiten Halbjahr Schulleiter an einem Münchener Gymnasium werde.

  • An welcher Schule werden Sie nun tätig sein?
  • Am Erasmus-Grasser-Gymnasium, einer Schule am Westpark gelegen, mit ca. 1.100 Schüler*innen und einem sog. Seminar, wo Referendar*innen ausgebildet werden, die ja in einem zweiten Ausbildungsabschnitt auch regelmäßig hier am Gymnasium Tutzing auf ihr Lehrer*innen-Dasein vorbereitet werden.

  • Worauf freuen Sie sich dort besonders?
  • Ich freue mich auf die tolle und sicher herausfordernde Aufgabe, eine Schule leiten zu dürfen. Ich freue mich auch auf das Seminar mit den Referendar*innen und die Verantwortung für angehende Lehrer*innen.

  • Worin unterscheidet sich Ihre neue Schule von unserem Gymnasium?
  • Das Erasmus-Grasser-Gymnasium könnte, glaube ich, nicht unterschiedlicher sein: das Seminar, die Größe der Schule mit einem hohen Jungenanteil, was vielleicht auch daran liegt, dass die Schule auf einem Gelände mit einem humanistischen Gymnasium liegt, dem Ludwigsgymnasium, das dafür einen höheren Mädchenanteil hat. Die Schule hat sog. Sport- und Forscherklassen, eine Sternwarte und ist einfach vom Profil her ganz anders als Tutzing.

  • Wie hat es Ihnen in Tutzing gefallen?
  • Ganz klar: die sehr freundliche, geradezu familiäre Atmosphäre. Und: die tolle Lage am See, in den Pausen, beim Blick aus dem Fenster, aber vor allem bei Veranstaltungen in der Aula oder den Theateraufführungen im Freien. Ich finde auch, dass Tutzing eine tolle und engagierte SMV hat und bedaure sehr, dass ich davon nicht mehr erleben durfte in den beiden Corona-Jahren.

  • Welche Erfahrungen und Eindrücke nehmen Sie mit?
  • Ich habe ja vor zweieinhalb Jahren hier angefangen, zusammen mit Herrn Thalmaier, der damals Schulleiter wurde. In der Zeit habe ich natürlich wahnsinnig viel gelernt, ja, auch in meinem Alter kann man noch viel lernen: im Umgang mit Schüler*innen, auch in den Fällen, in denen die Schulleitung hinzugezogen werden musste, mit den Eltern und dem Elternbeirat, mit dem wir uns oft getroffen und ausgetauscht haben. Gerade im Distanzunterricht waren für uns aber nicht nur die Anregungen der Eltern wichtig, sondern auch die der Schüler*innen – und es ist oft nicht leicht, allen Bedürfnissen gerecht zu werden. Aber zwischen allen Beteiligten zu vermitteln oder das zumindest zu versuchen, das war eine tolle, aber auch nicht immer leichte Aufgabe.

  • Wie haben Sie die Corona-Zeit an unserer Schule erlebt?
  • Während ich eure Fragen gerade beantworte, hängen drei Schülerinnen zusammen mit Frau Baumann eine Wetterfahne auf – ein „Projekt“ aus „tiefsten“ Corona-Tagen, als wir nämlich überlegt hatten, wie wir unser Hygienekonzept auch in den Pausen am besten umsetzen.
    Die Idee war, in der Kalle-Villa eine Wetterfahne aufzuhängen, die für alle sichtbar anzeigt, ob alle rausmüssen (auch bei leichtem Regen) oder drinbleiben dürfen (wenn das Wetter richtig schlecht ist) – wie eine Wetterfahne am Strand, die bei Badeverbot gehisst wird. Herr Grampp hatte die Idee, Frau Baumann fand sie toll und hat sie mit ihren Schüler*innen aufgegriffen und umgesetzt. Die Wetterfahne kam letztlich nie zum Einsatz, sie wird einfach nicht mehr gebraucht, alles hat sich auch so gut eingespielt. Jetzt wollten wir sie aber trotzdem aufhängen, weil sie so schön geworden ist und ein Zeugnis der Corona-Zeit, ein „Zeitzeugnis“ ist. Vielleicht ist sie euch ja schon aufgefallen über dem Eingang?
    Ich mag ansonsten gar nicht so sehr zurückschauen und -denken, vieles hat sich ja auch beschleunigt, der Unterricht wird digitaler und auch in normalen Zeiten werden Videokonferenzen sinnvoll genutzt werden können. Wir wissen, dass viele unserer Schüler*innen zum Glück ganz gut durch die Pandemie und das Homeschooling gekommen sind, zu vielen aber ging es einfach gar nicht gut oder sie haben sich wirklich schwergetan. Das Ergebnis sind große Lücken und noch größere Leistungsunterschiede. Da sehe ich die größte Aufgabe der Schule für die kommenden Jahre: Lücken schließen, Leistungsunterschiede ausgleichen und die unterstützen, die es brauchen.

  • Lieber Herr Steinhäuser, wir bedanken uns für dieses Interview und wünschen Ihnen alles Gute in Ihrer neuen Aufgabe!

Die Fragen stellten Elena, Amalia, Korbinian und Benjamin vom WebTeam

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