von Studium Generale

Was macht eigentlich ein Regisseur?

Was macht eigentlich ein Regisseur?

Zur dritten Veranstaltung im Rahmen des Studium Generales durften wir den Regisseur und Drehbuchautor Matthias Kiefersauer begrüßen. Seine Karriere begann mit einem fernsehjournalistischen Volontariat bei der Produktionsfirma „Text + Bild“. Im Weiteren studierte er an der Hochschule für Fernsehen und Film in München mit dem Schwerpunkt „Dokumentarfilm“ und wurde danach Stipendiat an der Drehbuchwerkstatt, dies ebenfalls in München. Jetzt arbeitet er freiberuflich als Drehbuchautor und Spielfilmregisseur.

Im Mittelpunkt des Vortrags stand die Frage: „Was macht eigentlich ein Regisseur?“. Matthias Kiefersauer betonte, dass ein Regisseur von der Produktionsfirma engagiert wird und für alle kreativen Prozesse verantwortlich ist, während die Produktionsfirma alles Organisatorische übernimmt.

Bereits im Vorfeld der Dreharbeiten gibt es eine Menge zu tun. So gilt es, eine Genehmigung für den Film, den man drehen möchte, einzuholen. Zudem muss ein Plan entworfen werden, nach dem die gesamte Filmproduktion dann abläuft. Ein Drehbuch muss verfasst werden. Außerdem werden Maskenbildner, Kostümbildner, Kameraleute und noch viele mehr unter Vertrag genommen, um das Vorhaben umzusetzen. Zusammen mit den Castern sucht der Regisseur nach geeigneten Schauspielern, mit welchen die verschiedenen Filmrollen besetzt werden können.

Erst nach all diesen Vorbereitungen können die Dreharbeiten beginnen, die für sich selbst in der Regel nur vier bis fünf Wochen Zeit in Anspruch nehmen, was nur rund ein Drittel der gesamten Filmproduktion ist, was die meisten Teilnehmer des Wahlkurses überraschte.

Wenn die Dreharbeiten abgeschlossen sind, wird der Film am Computer nachträglich bearbeitet. Szenen werden geschnitten und passend aneinandergefügt. Farben werden stärker hervorgehoben und manchmal müssen Spezial-Effekte hinzugefügt werden.

Bei der Filmpremiere kommen alle Schauspieler, der Regisseur und viele andere, die an der Produktion beteiligt waren, noch einmal zusammen, um das Werk, an dem sie die letzten Wochen gemeinsam mit so viel Herz gearbeitet haben, zu präsentieren und abzuschließen.

Anhand des Drehbuchs von „Falsche Siebziger“, welches Matthias Kiefersauer selbst geschrieben hat, verdeutlichte er die große Arbeit, die Filmproduktion und -dreh mit sich bringen. Hierbei wurde aber auch seine große Leidenschaft für diesen Beruf deutlich.

Wir danken Herrn Kiefersauer für den informativen Vortrag und wünschen ihm weiterhin viel Spaß und Erfolg.

Ilvy, Juliana, Anna

Zurück